Traditionelle Chinesische Medizin, die 2000 Jahre alte Heilkunde aus China teilt sich auf in verschiedene Behandlungsrichtungen.
Die fünf großen Gebiete der TCM sind die Akupunktur, Tuina (Massagetherapie), Chinesische Pharmakologie, Qi Gong und Fünf Elemente Ernährungslehre. Die TCM hat heutzutage ein weltweites Verbreitungsgebiet, v.a die Akupunktur wird landesübergreifend eingesezt. Die ältesten medizinischen Grundlagenwerke, die noch heute in Gebrauch sind, werden Kaisern zugeschrieben, die mehrere Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung gelebt haben sollen. Das sind jedoch Legenden. Bekannt sind das Shennong ben cao jing, eine Pflanzenheilkunde, und das Huangdi Neijing, eine ausführliche Darstellung sowohl der Diagnose- und Therapieverfahren als auch der Akupunktur.
Nach Beginn unserer Zeitrechnung entstand das Shang Han Lun, eine Abhandlung über Kälte-Krankheiten. Sie gilt als die älteste klinische Abhandlung der Medizingeschichte überhaupt. Aus der Zeit der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) stammt eine Reihe berühmter Schriften, darunter das Ben Cao Gang Mu, ein Kompendium der Materia Medica.   

Die Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation –WHO- für Akupunktur beinnhaltet zB.:

Kopfakupunktur Schon vor unserer Zeitrechnung wurde in Asien die Akupunktur praktiziert.
Sie dient uns heute als eine der Hauptsäulen in der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Es finden sich schriftliche Aufzeichnungen die von Steinnadeln berichten. Das gesamte Wissensgebiet über die TCM fand ihren ersten Kontakt zu Europa im 16. und 17. Jahrhundert durch die ersten schriftlichen Studien, zuerst von dem Holländer De Bondt im Jahr 1657 und einige Jahre später (1683) von Dr. Willem Ten Rhyne, der den Begriff der Akupunktur prägte.

Der Akupunktur liegt die Erkenntnis der Meridiane (Energiebahnen) zu Grunde. Diese werden mit Hilfe von Nadeln, oder anderen Reizen (Hitze, Druck und Kräutern) manipuliert, um den freien Fluss des Qi (Lebensenergie) zu erreichen.    


Einige wichtige Indikationen:

  • Bindehautentzündung
  • Nasennebenhölenentzündung
  • Husten
  • allgemeine Erkältungskrankheiten
  • Mandelentzündung
  • Zahnschmerzen
  • Schluckauf
  • Halsenzündung
  • Menstruationsbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Neuralgiene (Nerverschmerzen)
  • Lumbalgie (Rückenschmerzen)
  • Ischialgie
  • Schulterschmerzen
  • Artritis
  • Verstopfung
  • Durchfall
   

Der Behandlungszeitraum und die Häufigkeit der Behandlungen wird anhand der Anamnese entschieden.

TUINA MASSAGE

Kaisers Apotheke

Unter Tuina Anmo versteht man die klassische manuelle chinesische Therapie.
Mit verschiedenen äußerlich angewandten Techniken (Schieben, Klopfen, Reiben etc.) werden die Meridiane (Energieleitbahnen) und deren Schlüsselpunkte (Akupunkturpunkte) stimuliert. Sie kann als aktivierende Behandlung angewandt werden oder als Tonisierung also als beruhigende manuelle Therapie eingesetzt werden. Meistens wird sie mit der Akupunktur kombiniert.
Doch kann sie gut auch als alleinige Behandlung angewandt werden,  zB. bei Patienten, die die Nadelung nicht tollerieren können.

 
Der Bahandlungszeitraum und die Häufigkeit der Behandlung wird anhand der Anamnese entschieden.

 

Schröpfen
Schröpfen hat seinen Ursprung in der klassischen Ausleitungstherapie und wurde in der Chinesischen Medizin schon vor zweitausend Jahren bekannt. Diese Therapie verfolgt das Ziel Blockaden aufzulösen und den Energiefluss anzuregen.
Die Schröpfköpfe werden mit Unterdruck auf das blockierte Gewebegesetzt und bewirken eine intensive Durchblutung des jeweiligen Areals.
Das kann unter Umständen zu blauen Flecken führen, die im Sinne der Therapie erwünscht sind.

Moxen oder Moxibutation
Unter Moxen versteht man eine Erwärmungstherapie, bei der mit Hilfe von Moxakraut (Beifuß) eine Reflexzone bzw. ein Akupunkturpunkt erwärmt wird. Dadurch wird Energie zugeführt, die die abgesunkene Energie in der Leitbahn erhöht. Bei Qi-Mangel (Schwäche) und Kältesymptomen wird durch die Zufuhr von Wärme therapiert.

Indirektes Moxen
Beim indirekten Moxen werden Ingwerscheiben auf die Haut gelegt und kleine Mengen Moxakraut darüber gegeben und abgebrannt. Ingwer hat eine entgiftende und wärmende Wirkung.

Der Behandlungszeitraum und die Häufigkeit der Behandlungen wird anhand der Anamnese entschieden.

Abrechnung: Diagnostische und therapeutische Heilpraktiker-Leistungen werden grundsätzlich nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GeBüH) abgerechnet. Zusätzliche Leistungen bei zeitaufwendigen Behandlungen in schwierigen Fällen werden nach Gebührenverordnung und persönlicher Absprache abgerechnet. Diese Leistungen werden von den meisten Privaten Krankenkassen erstattet. Weitere Versicherungen (Zusatzversicherung) erstatten, je nach Vertrag, meist Teilbeträge.
Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse nach Ihrem individuellen Erstattungsrahmen.